Zanderangeln – was ist zu beachten? | VIP Bait

Zanderangeln – so klappt’s

Der Zander gehört zu den beliebtesten Zielfischen unter Anglern. Der Raubfisch, der unter Fischern auch gern Stachelritter genannt wird, ernährt sich hauptsächlich von kleinen Fischen, wie Güstern, Rotaugen oder Ukeleien. Um den Räuber ranken sich ziemlich viele Annahmen, wie und wo er sich am besten angeln lässt. Zander sind allerdings recht klug und lassen sich nicht so einfach einfangen. Deshalb gibt es beim Zanderangeln einiges zu beachten, um möglichst erfolgreich zu sein. Worauf Sie besonders achten sollten und welche Angeltechniken beim Zanderangeln zum Einsatz kommen, erfahren Sie in diesem Beitrag!

Inhalt

Lebensraum des Zanders

Zander haben, anders als beispielsweise Barsche, keinen festen Lebensraum, sondern wandern umher. Zu finden sind sie in stehenden Gewässern wie Seen und Kiesgruben, aber auch in Flüssen, Buhnen und Kanälen. Dabei bevorzugen sie Gewässer mit eher steinigem oder kiesartigem Boden.

Entgegen der Annahme, dass Zander nur in tiefen Gewässern vorkommen, lassen sich die Raubfische auch in flachen Gewässern blicken. Allerdings kommt es da auf die Wetterverhältnisse und Tageszeit an. Zander sind sehr lichtempfindlich und meiden die Helligkeit. An sonnigen Tagen halten sie sich deshalb eher in tieferen Sphären am Grund auf. 

Die Besonderheiten des Zanders

Der Stachelritter ist ein besonders bewegungsfreudiger Fisch. Zander können bis zu 20 Jahre alt werden und ein Gewicht von knapp 20 kg erreichen. Weitere Eigenschaften des Zanders sind:

  • sehr gute Augen, vermeiden grelles Licht
  • durchschnittliche Länge liegt bei 40 - 60 cm
  • ab 80 cm gilt er als Kapitalfang
  • maximale Länge liegt bei ca. 120 cm
  • parallele Streifen an Rücken- und Schwanzflosse
  • eng anliegende Beschuppung

Die Laichzeit der Zander liegt im Frühjahr (März bis Mai). Hier ist das Zanderangeln verboten. 

Zanderangeln – worauf müssen Sie achten?

Natürlich können Sie bei jedem Zielfisch auf gut Glück angeln. Und ja, oft ist es auch eine Glückssache, ob die Fische wirklich gut beißen. Jedoch kann man seinem Glück auch etwas auf die Sprünge helfen, indem man die Besonderheiten seiner Zielfische beachtet und sein Angelverhalten auf sie abstimmt. Damit erhöhen sich die Chancen, Zander, Barsche, Hechte und Konsorten aus der Reserve zu locken. Worauf Sie speziell beim Zanderangeln achten sollten, lesen Sie im Folgenden.

Wann am besten auf Zander angeln?

Wie bereits erwähnt, laichen Zander in der Zeit von Mitte März bis Ende April. Somit haben sie da Schonzeit. Vorher aber sind sie sehr aktiv und in einem regelrechten Fressrausch. Der Zeitpunkt muss daher gut gewählt sein. In den warmen Sommermonaten halten sich Zander gern in tieferen Gewässern auf, da dort der Sauerstoffgehalt höher ist und sie auch vor Licht geschützt sind. Da sie eher lichtempfindlich sind, sind sie in der Dämmerung oder bei Dunkelheit aktiver. Auch ihre Beutefische sind dann verstärkt auf Futtersuche und locken den Räuber an.

Bei trüben Gewässern oder eher schlechten Wetterverhältnissen beißen Zander auch tagsüber gut. Besonders in flachen Gewässern wird man sie an sonnigen Tagen aber nicht vorfinden. 

Im Herbst werden die wechselwarmen Fische wieder träger. Trotzdem beißen Zander in dieser Jahreszeit noch sehr gut, da sie aggressiver auf Futtersuche sind. Im Winter sind die Raubfische sehr inaktiv und daher schwer zu locken. Bei tiefem Wasser, beispielsweise im stehenden Gewässer, hat man noch die besten Chancen, indem man dem Zander den Köder vors Maul hält. Dabei kommt es dann sehr auf die richtige Technik an, ihn auch an den Haken zu bekommen. Zur richtigen Angeltechnik beim Zanderangeln erfahren Sie im folgenden Abschnitt mehr.

Welche Angeltechniken sind bei Zandern am erfolgreichsten?

Die Stachelritter halten sich tagsüber überwiegend am Grund auf. Die gängigsten Angeltechniken beim Zander sind daher Jiggen oder Faulenzen. Da Zander relativ scheu sind, sollte man sie nicht durch zu viel Bewegung verschrecken. Low Action Shads reichen hier vollkommen aus. Bei der Köderführung genügt ein leichtes Ziehen über dem Grund, um den Raubfisch anzulocken. 

Auch Vertikalangeln ist beim Zanderangeln beliebt. Meistens beißen sie bereits in der Absinkphase. Mit einem Wurfgewicht am Köder merken Sie am besten, wann der Köder am Grund angekommen ist – die Schnur wird locker und gibt Ihnen so das Zeichen, sie wieder zu straffen und den Köder leicht zu jiggen.

Welche Köder und Rute eignen sich am besten?

Da Zander Raubfische sind und zu ihrer Beute kleine Fische zählen, wählt man am besten Gummiköder, da sie der natürlichen Beute am ähnlichsten sind. Die Größe ist nicht unbedingt das Ausschlaggebende. Große Zander beißen auch auf kleine Köderfische und andersrum. Wichtig ist, dass Sie einen zum Gewässer und zu den Wetterbedingungen passenden Gummifisch wählen. 

Besonders bei klaren Sichtverhältnissen sollten Sie auf grelle Gummifische verzichten, da der lichtempfindliche Zander davon eher abgeschreckt wird. Gedeckte Farben wie der Zanderköder Snake Oil eignen sich hier besser. In der Dämmerung, nachts oder bei trübem Wasser können Sie gern zu helleren Farben wie Green Pumpkin/Chartreuse oder Evil Orange greifen. Achten Sie bei der Montage Ihres Köders darauf, dass sie möglichst einfach ist. 

Zum Angeln von Zandern kommt am besten die Spinnrute mit einer straffen Spitze zum Einsatz. Mit einer Länge von 2 bis 2,5 Metern sind Sie vom Boot aus gut aufgestellt. Angeln Sie vom Ufer aus, ist eine Länge von 2,5 bis 2,8 Metern besser geeignet, da Sie so weiter raus können. Beim Uferangeln kommen auch gern Wobbler zum Einsatz.

Tipp: Wählen Sie vom Ufer aus Uferkanten, wo der Grund schnell und steil abfällt. Hier haben Sie bessere Chancen, da Zander sich gern in tieferem Wasser aufhalten. Auch Buchten oder Inseln sind gute Stellen zum Zanderangeln.

Insgesamt muss man sagen, dass sehr viele Faktoren eine Rolle beim Zanderangeln spielen können. Vor allem auf die Beißlaune des Fisches kommt es an. Lassen Sie sich von Misserfolgen nicht abschrecken und versuchen Sie es beim nächsten Mal mit einer anderen Stelle. Wir hoffen, Ihnen mit unseren Tipps ein wenig beim Angelerlebnis helfen zu können.

Bei Fragen können Sie uns gern kontaktieren. Wir freuen uns über Ihre Anfrage!

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